Rom im Futur

Rom im Futur

Ein Erinnerungsbuch aus dem Germanikum, Würzburg: Echter-Verlag 2004

Kürzlich begegnete ich einem Kollegen, der 1979 zusammen mit mir in das Collegium Germanicum in Rom eintrat.  Schon rein äußerlich schienen wir mehr als verschieden: er mit einer Braveheart-Mähne, ich mit weitgehendem Kahlschlag auf dem Haupt. Dennoch verstanden wir uns prächtig, tauschten uns über die gemeinsamen Jahre aus und stellten fest: Rom hat geprägt. Es hat „in der Wolle gefärbt“, wie es ein Rektor des Kollegs einmal ausdrückte – mich selbst in den sieben Jahren zwischen 1979 bis 1986. Weiterlesen

In memoriam: Joachim Kardinal Meisner (1933-2017)

Kardinal Meisner hat mich in Rom zum Priester geweiht. Zusammen mit neun Germanikern, zwei davon Berliner. Da war schon lange vorher klar: Ihn würden wir gerne als Weihebischof haben. Schon mehr als ein Jahr zuvor hat er zugesagt, und er hat sein Wort mehr als gehalten. Denn er hat die Weihe gespendet „ganz Meisner“, mit restlosem Einsatz, im Gebet, mit klaren Worten und einigen unvergesslichen Gesten. Aber beginnen wir zwei Tage darauf. Da war Mittwochsaudienz von  Papst Johannes Paul  II. Weiterlesen

Romano Guardini

aus den Säkularisationen, den Ähnlichkeiten, Halbheiten und Vermengungen heraus

Romano Guardini, Das Ende der Neuzeit. Ein Versuch zur Orientierung, Leipzig: St. Benno-Verlag 1954 (Erstveröff. 1950)

Im Wintersemester 1947/48 an der Tübinger und im Sommersemester 1949 an der Münchener Universität, hielt Romano Guardini eine Vorlesungsreihe zur Deutung der Zeit – inmitten in einer Lage, da Deutschland sich aus den geistigen Trümmern neu aufbauen wollte. Dazu griff er auf die ihm so wichtigen Denker eines christlichen Existenzialismus zurück, auf Augustinus, Pascal (zu dem „Das Ende der Neuzeit“ nur die Einleitung bilden sollte, 9-11), Kierkegaard und Dostojewski. Entscheidung, „Unterscheidung des Christlichen“, Wagnis und Wahl, Personsein durch den Anruf Gottes, der einen Menschen restlos umgreift und der ihn in der Antwort darauf zu einer Person macht, das galt ihm als Leitstern in unsicherer Zeit. Weiterlesen

Wohin im Urlaub?

Lisieux: Elternhaus der hl. Therese

Wohin im Urlaub?

„Die ganze Welt ist mein Zuhause“, hat einmal ein Jesuit gesagt. Sagen könnte es aber auch jeder Katholik. Denn rund um den Globus findet er wunderbare Orte. Da kann er die Seele… nein, nicht „baumeln lassen“ (das erinnert mich immer ans Galgenmännchen-Spiel unter der Schulbank). Nein, da kann die Seele reich werden an wunderschönen Erlebnissen, herrlicher Schöpfung, gläubigen Menschen und sicher auch ein paar ganz persönlichen Gnaden. Hier einfach mal eine Vierer-Auswahl: Franzensbad, Lourdes, Lisieux und Mettlach. Aber zuvor noch eine Kurzempfehlung, nämlich Ellwangen. Weiterlesen

Maximus Confessor

Maximus Confessor, Capita theologica et oeconomica. Zwei Centurien über die Gotteserkenntnis. Griechisch-deutsch. Übersetzt und kommentiert von Andreas Wollbold. Text erstellt von Kerstin Hajdú (= Fontes christiani 4 Folge, 66), Freiburg i.Br. 2016

 

Maximus Confessor (um 580-662), Mönch und Wanderer zwischen Ost und West, im Kampf gegen den Monotheletismus verfolgt, verstümmelt und verbannt, ist der bedeutendste Theologe am Ende der griechischen Patristik. Weiterlesen