Kommentare zur Kirche

Jesus und Petrus (Mt 4.18-20)

Willkommen auf dieser Seite! Nach und nach werden hier Kommentare und klärende Worte zu Entwicklungen und zum Geschehen in der katholischen Kirche stehen.

* Soeben erschienen ist ein Statement zur Zukunft der Pfarreien, das ich zusammen mit meinem kirchenrechtlichen Kollegen, Professor Dr. Stephan Haering OSB, verfasst habe: Es gibt Alternativen zu Großpfarreien: Weiterentwicklung statt Kahlschlag“ (den ganzen Artikel kann man an dieser Web-Adresse nur nach Anmeldung oder ansonsten eben in der Print-Version lesen: Herder-Korrespondenz 71 [2017], Heft 11, S. 23-26).

* Zum Semesterbeginn die Predigt beim Gottesdienst an der Münchener Uni: Semestereröffnungsgottesdienst WS 2017.

[Alle Rechte bei Andreas Wollbold]

* „Das große Salve“ – eine Predigt zum „Salve Regina und dagegen, hart und bitter zu werden. [Alle Rechte bei Andreas Wollbold]

1. Aktuelle Kommentare

Am 14. September 2007 trat das Motuproprio „Summorum Pontificum“ zur alten Messe in Kraft. Zehn Jahre später ist die Zeit reif, dass auch „Normalos“ unter den Katholiken sich für diese Form der Liturgie interessieren. Warum und bei welchen Anlässen, dem gehe ich in diesem Blog nach.

Zum Weltgebetstag um geistliche Berufe am 4. Sonntag in der Osterzeit habe ich einen Aufruf an die Katholiken verfasst. Wir werden nur dann wieder den dringend benötigten Priester- und Ordensnachwuchs haben, wenn wir das „Gott zuerst“ vorleben und jungen Leuten nahebringen.

Heiliges Tun an heiligem Ort: Zum Gründonnerstag 2017 gebe ich einige Hinweise dafür, die Heiligkeit des Kirchenraums und der Messfeier neu zu entdecken. Die Fortsetzung mit Hinweisen für Priester, Kirchenmusiker, Mesner u.a. gebe ich im Beitrag zum Weißen Sonntag.

Benedikt XVI.: Eigentlich ist das ein sehr persönliches „Osterei“, das in meinen Lebenslauf versteckt ist. Denn als Benedikt XVI. am 19. Apirl 2005 im Konklave gewählt wurde, stand auch unsere Münchener Fakultät für einige Momente im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Immerhin hatte der frisch Gewählte alle akademischen Grade bei uns erworben. Eine ganz besondere Nähe also, und darum konnte ich im Singular sagen: „Habeo Papam“.

Zölibat: In seinem „Zeit“-Interview vom 9. März 2017 hat Papst Franziskus die Möglichkeit angedeutet, „viri probati“, also verheiratete Männer, zu Priestern zu weihen. Dazu mein Beitrag: „Zölibat in der Einzelfalle“.

Frauenpriestertum: In meinem Buch „Licht für meine Pfade“ gehe ich in einem Kapitel auch auf dieses stark emotionalisierte Thema ein und versuche, einige weniger beachtete Aspekte ans Licht zu bringen. Hier ist das Kapitel als Leseprobe im Buch (im Link nach der Buchvorstellung).

„Amoris laetitia“ und die Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen: Auch ein Jahr nach dem Erscheinen des päpstlichen Schribens bleiben viele Punkte unklar. Ein Beitrag zu ihrer Klärung ist „Zur Diskussion um Amoris laetitia“. Zu einem gründlichen Studium aller strittigen Punkte darf ich weiterhin mein Buch empfehlen: „Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen“. Außerdem habe ich mich wissenschaftlich zu ähnlichen Fragen geäußert in:

  • Ermutigung zur Seelsorge, in: Herder-Korrespondenz 70 (2016), Heft 6, 13f. (zu „Amoris laetitia“ selbst).
  • „Amoris laetitia“ – Auf der Suche nach einem angemessenen Verständnis, in: Münchener Theologische Zeitschrift 68 (2017), Heft 1, 17-40 (umfassende Auswertung der Diskussion zu AL).
  • Theologisch verantwortbar und pastoral angemessen?, in: Münchener Theologische Zeitschrift 66 (2015) 360-375 (zum Positionspapier der Deutschen Bischofskonferenz zu den Familiensynoden).
  • Über zwei neue Veröffentlichungen zum kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, in: Münchener Theologische Zeitschrift 65 (2014) 159-169 (zu den Büchern von Eberhard Schockenhoff und Thomas Ruster).
  • Für ein nicht-theologisches Publikum habe ich die Lehre der Kirche erschlossen in: Licht für meine Pfade. Das christliche Leben neu wagen, Illertissen: Media Maria 2014, 238-263.

In katholischen Medien wurde ich verschiedentlich um Interviews gebeten oder es wurden Vorträge aufgezeichnet, und einige davon kann man online ansehen:

Achtzehn Sendungen bei „Radio Horeb“ sind als Podcast zu hören. Am einfachsten gibt man dazu auf dieser Seite den Suchbegriff „Wollbold“ ein.

Die Philister schütteten alle Brunen zu,  die die Knechte zur Zeit seines Vaters Abraham gegraben hatten, und füllten sie mit Erde. – Isaak aber ließ sie wieder aufgraben und gab ihnen dieselben Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte (Gen 26,15.18)

2. In memoriam – Persönliche Erinnerungen an einige priesterliche Gestalten auf meinem Lebensweg

3. Kirche kommentieren – aber wie?

Ich weiß, es ist riskant. Da überschätzt man sich und die eigene Kompetenz, da vergreift man sich im Ton, da verwechselt man Person und Sache und am Ende richtet man mehr Schaden als Nutzen an. Davon gibt es bekanntlich zwischen zwei Buchdeckeln ebenso wie auf Mouseclick leider Beispiele wie Sand am Meer. Deshalb hier meine Grundsätze:

  1. Ich rede theologisch zur Sache – also mit wissenschaftlichen Argumenten und theologischen Hintergründen und Zusammenhängen, die im Eifer des Gefechts leicht übersehen werden.
  2. Ich spreche aus einem „sentire cum Ecclesia“, d.h. in kirchlicher Gesinnung – also so, dass es dem Auftrag der Kirche dient.
  3. Ich bediene keinen Parteiengeist – also ohne Lagerdenken, allerdings durchaus mit Position. Meine Grundeinstellung ist die eines aufgeklärten, lösungsorientierten Konservatismus.
  4. Ich bemühe mich, aktuelle Vorgänge und Konflikte auf geistliche Grundhaltungen durchsichtig zu machen – also herauszuarbeiten, worum es dabei letztlich vor Gott geht. Das hat allerdings auch zur Folge, dass ich zu möglichst klaren Antworten kommen will, nicht zu einem verwaschenen Sowohl- Als auch.