Thomas von Aquin – eine Einladung zur Lektüre

An Empfehlungen fehlt es Thomas von Aquin (1224/25-1274) nicht. Lange Zeit war seine „Summa theologiae“ das Lehrbuch der katholischen Theologie. U.a. sah die einflussreiche „ratio studiorum“ der Jesuiten dies so vor. Papst Leo XIII. setzte in „Aeterni patris“ (4. August 1879) seine Theologie als Maßstab der Theologie überhaupt fest, und noch das II. Vaticanum empfahl ihn nachdrücklich. Doch dass seine Theologie und Philosophie noch wirklich gekannt, geschätzt oder gar gelesen wird, kann man außerhalb von Fachkreisen kaum mehr sagen. Weiterlesen

Osterrätsel 2018 – die Auflösung

Die Auflösung des Osterrätsels

Der Autor des gesuchten Buches ist der hl. Thomas von Aquin, sein Buch ist sein bekanntestes, die „Summa theologiae“ (nicht „ – theologica“), und die Geheimnisse des Lebens Jesu von seinem Kommen in die Welt bis zu seiner Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft finden sich im dritten Teil der „Summa“, der Tertia pars, in den Quaestiones (Fragestellungen) III qq. 27-59.

Die drei Gewinner wurden am 11. April 2018 ausgelost – hier im Video festgehalten:

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Gewissen – Heiligtum der Person oder moraltheologische Stopfgans?

Viel beschworen, wenig gekannt: das Gewissen. Neuerdings ist es auch der Katholiken liebstes Kind. Grund genug, es sich einmal genauer anzuschauen. Für eine Stopfgans der Moraltheologie ist es nämlich wirklich zu schade. Das Gewissen ist keine Ausrede für alle Fälle: Das ist ja ein Einzelfall! Ja, das wäre tragisch: Alle reden vom Gewissen und keiner hält sich daran. Das wäre so gefährlich wie Traumtänzerei beim Hochseilakt. Denn die katholische Lehre vom Gewissen ist filigran und präzise, nur so hält sie die Balance. Weiterlesen

Osterrätsel 2018

Ein kluger Kopf…

strohblond, ein dicker Kopf, groß, stämmig, gesund, zäh und auf dem Haupt ein wenig kahl…

Als er dieses Buch begann, lebte er für einige Jahre in einem weltweit bekannten Wallfahrtsort, und zwar an einem durchaus idyllischen Platz mit einem guten Blick über die Dächer der Stadt und direkt neben einer schönen alten Kirche, die heute vor allem wegen ihrer uralten Holztüren bestaunt wird. Diese war zwar nicht vorrangiges Wallfahrtsziel, aber doch liturgisch an einem besonderen Tag sehr bedeutsam. Doch er war ohnehin ganz der Gelehrte, der am liebsten zwischen Büchern oder unter Studenten saß, lehrte, schrieb oder diskutierte. Dass er – strohblond, ein dicker Kopf, groß, stämmig, gesund, zäh und auf dem Haupt ein wenig kahl – freilich überhaupt den Mund aufmachte, war nicht selbstverständlich, denn seine Freunde verglichen ihn liebenswürdig-ironisch mit einem Tier, das nur sehr gelegentlich von sich hören lässt. Weiterlesen

Weihnachtsrätsel 2017

„Um jemandem anderen zu helfen, habe ich also meine eigene Seele getötet!“

Viele haben schon darauf gewartet: das Weihnachtsrätsel. Hier ist es. Gesucht wird ein Heiliger der katholischen Kirche mit Vor- und Familienname. Am bekanntesten ist die Episode seiner Bekehrung. Er war zwar bereits einige Jahre Kleriker, aber noch verband er die geistlichen Pflichten geschickt mit weltlichen Hoffnungen: Karriere und Ehre, Einkünfte und Einfluss. „Damals befand ich mich in diesem allgemein verbreiteten Irrtum, Größe, Reichtum, Ehre und Ämter anzustreben. Dabei dachte ich, das sei gut, denn ich sah dasselbe bei den anderen, Klerikern wie Laien.“ Weiterlesen