Grüß Gott aus München!

Sommerrätsel: Es erscheint am Sonntag, 22. Juli!


Aktuell: Fragen und Antworten zu XXL-Pfarreien

(ein bisschen „Begleitmusik“ zum großen Doppelinterview mit Bischof Stephan Ackermann und mir in der „Tagespost“ am 12. Juli 2018)


Neu auf dieser Seite? 


Neuere Blogs – gerne angesehen:

* Jetzt auch mit einem Update nach der Intervention von Papst Franziskus mein Kommentar zur aktuellen Diskussion: Kommunion für evangelische Christen in konfessionsverschiedenen Ehen?

 

* „Ein Leben des Geistes – Berufsethos für Akademiker“ lotet aus, was es heißt, die Welt und das eigene Leben vernünftig und verantwortungsvoll zu gestalten.

 

* Ehre, das ist der Zaubertrank menschlicher Beziehungen. Aber was muss man in ihn mixen, damit er segensreich wirkt und nicht tödlich? Ehre, wem Ehre gebührt!


Felapton oder Das letzte Glück

Interview zum Roman auf katholisch.de – Leseprobe bei Google Books! Weiterlesen

Reformen der Pfarreienlandschaft – aber wie?

Ein Gespenst geht um in Deutschland: die Radikalreformen der Pfarreienlandschaft. In der „Tagespost“ vom 12. Juli erscheint ein Doppelinterview mit Stephan Ackermann, Bischof von Trier, und mir zu diesem Thema. Ich darf dem Bischof an dieser Stelle für das offene Gespräch herzlich danken. Aus diesem Anlass und zur Vertiefung versuche ich in folgenden Blog in Frage- und Antwort-Form, Orientierung auf diesem schwierigen Feld zu geben. Weiterlesen

Ein Leben des Geistes – Berufsethos für Akademiker

Wozu studiert man eigentlich? Hat vielleicht gar bereits die höheren akademischen Weihen eines Diplom, Magister, Staatsexamen, Bachelor oder Master erhalten? Um dadurch den Traumberuf zu erreichen? Um sich einem Fach zu widmen, das einem Spaß macht und in dem man schon in der Schule gut war? Um später einmal ein gesichertes, angesehenes und nicht zuletzt gut bezahltes Leben führen zu können? Alles gut, aber alles auch zu wenig. Unterm Strich ist das nicht mehr als die Tüte Pommes, um den Hunger zu stillen: ein Mittel zum Zweck. Doch Studium ist – Bildungspolitiker und Finanzminister weghören! – Selbstzweck. Weiterlesen

Katholische Literatur, die man wirklich lesen kann

Berge ungelesener Bücher – ein erster Überblick

In jeder alten Pfarrbücherei fanden sie sich meterweise: die katholischen Bücher. Aber was war das? Um nicht unter Bücherbergen begraben zu werden, beschränken wir uns bei dieser Frage sofort auf die Belletristik. D.h. wir schließen die Glaubensbücher, Katechismen, Bibel- und Heiligenbücher, liturgischen Hilfen und natürlich die breite Sparte katholischer Kinder- und Jugendliteratur aus. Um katholische Literatur also geht es uns hier, um Belletristik. Weiterlesen

Ehre, wem Ehre gebührt

Der Zaubertrank, das ist dieses flüssige Etwas, das den Asterix zu einem furchtlosen Helden und den Obelix dank eines frühkindlichen Vollbades darin zu einem gemütvollen Kraftprotz sondergleichen macht. Er lässt die beiden über sich selbst hinauswachsen. Wunderbar – wo ist die Website zur Bestellung, am besten gleich im Abonnement? Nun, wer uns die anpreist, wird hoffentlich vom Spam-Filter gleich abgefangen. Kaufen kann man den Zaubertrank übermenschlicher Kräfte nicht, erwerben aber schon. Ganz ohne Geld und Werbung. Dieser Zaubertrank aus längst vergessener Zeit heißt… Ehre. Weiterlesen

Kommunion für evangelische Christen in konfessionsverschiedenen Ehen?

Vorweg

Vorweg und geschrieben nach den Reaktionen auf den Brief des designierten Kardinals Ladaria, des Präfekten der Glaubenskongregation, an Kardinal Marx, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, vom 25. Mai 2018:

  • Rechthaberei ist in theologischen Fragen unangebracht, ganz besonders aber beim Sakrament der Liebe, der Eucharistie. Dankbarkeit aber darf ich empfinden dafür, dass Bedenken, wie sie vor einigen Wochen im Folgenden scheinbar aussichtlos geäußert wurden, vom Nachfolger Petri offensichtlich gewürdigt werden.
  • Ebenso unangebracht ist die zu Tage getretene Verunglimpfung derer , welche die Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz nicht mittragen können. Inzwischen müsste man da ja auch Papst Franziskus selbst einschließen! Gewiss darf man den Vertretern der Mehrheitslinie eine Schrecksekunde zugestehen, Überraschung, vielleicht auch eine menschlich irgendwie nachvollziehbare Enttäuschung. Aber den Kritikern theologische Unkenntnis vorzuwerfen, sie als vorkonziliar abzustempeln oder nun einen dünnhäutigen „Nachruf auf eine unsägliche Entwicklung“ zu verfassen zeugt weder von Klugheit noch von Selbstbeherrschung – aus Respekt verzichte ich auf genauere Belege. Lassen wir sich den Pulverdampf aber einfach verziehen und gießen nicht Öl ins Feuer der ungeordneten Leidenschaften!
  • Eine offenkundige Sackgasse besteht schließlich darin, nun einfach zu sagen: Es gibt längst die Praxis evangelischer Christen, an der katholischen Kommunion teilzunehmen. Schaffen wir dafür nur einen geordneten Rahmen! (Übrigens: Genauso wurde auch die Liberalisierung des § 218 begründet.) Bei dieser Praxis handelt es sich jedoch um einen offenkundigen Missstand, auch wenn sie subjektiv in guter Absicht und gutem Glauben vollzogen wird. Wenn Seelsorger oder die Kirche dagegen nicht einschreiten, ist das oft genug ein Gebot der Klugheit, um Schlimmeres zu vermeiden. Das ist kein „Grauschleier des Unerlaubten, Halberlaubten oder nur Geduldeten“, erst recht keine „Doppelmoral“. Im Gegenteil, es ist heute Teil einer weisen Ausübung von Autorität, zu wissen, wann das offene, prophetische Wort nötig ist und wann das kluge Schweigen.
  • Am 11. Juni nun hatte der Vorsitzende der DBK ein Gespräch mit Papst Franziskus, über das er am 12. Juni eine „Note für den Heiligen Vater“ verfasste (eine „Note“, was für ein schreckliches Deutsch und welche grausame Übersetzung für „nota“/“Notiz“ oder hier „Gesprächsprotokoll“; eine diplomatische Note wird es nicht sein, es sein denn, man verstehe die DBK als diplomatische Vertretung der Bunderegierung… – oder vielleicht ein Freud’scher Versprecher, denn offensichtlich werden da nach allen Seiten Noten verteilt, die Bestnote aber für die DBK reserviert). Wie man es anstellen kann, ein Papier, das kurz zuvor von Kardinal Ladaria im Namen des Papstes als nicht reif zur Veröffentlichung qualifiziert wurde, mit angeblichem päpstlichen Segen nun doch zu veröffentlichen und in einzelnen Bistümern eins zu eins umzusetzen, als wäre es reif zur Anwendung, entzieht sich nun wirklich meinem einfachen Verstand. Wer zuvor gegen die Doppelmoral zu Felde zieht, sollte nicht selbst doppelbödig agieren. Dass mit dieser Aktion die Autorität des Papstes selbst ebenso wie des Präfekten der Glaubenskongregation schwer beschädigt wird, ist jedenfalls für mich ein zu hoher Preis! Was für ein hübsches Präsent zur Kardinalserhebung von Luis Francisco Ladaria Ferrer!

Nun aber zur eigentlichen Orientierungshilfe der Deutschen Bischofskonferenz.

Zur „Orientierungshilfe“ Der Deutschen bischofskonferenz

Es war schon zu erwarten, das Papier der Deutschen Bischofskonferenz zu „Konfessionsverschiedene Ehen und gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“. Der Vorsitzende der DBK hat sein Erscheinen auf der Pressekonferenz am 22. Februar 2018 in Ingolstadt angekündigt (die folgenden Zitate sind ihr entnommen). Veröffentlicht wurde es dennoch seitdem nicht, sondern bedurfte noch einer letzten Überarbeitung – wohl kein geschicktes, sprich: kein transparentes Vorgehen, da dadurch zwar ein grundlegender Paradigmenwechsel, jedoch keine Details, Begründungen und genaueren Vorgehensweisen bekannt sind.

(Zum Gespräch der deutschen Bischöfe mit den zuständigen römischen Behörden findet sich ein kleines Postscriptum am Ende des Beitrags. – Der inzwischen veröffentlichte Wortlaut der Orientierungshilfe entspricht in allem dem hier Gesagten.)

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