Adam Heinrich Müller (1779-1829)

Adam Heinrich Müller, Von der Nothwendigkeit einer theologischen Grundlage der gesammten Staatswissenschaften und der Staatswirthschaft insbesondre, Leipzig 1819

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Adam Heinrich Müller (um 1810; Quelle: wikimedia)

unser ganzes Verderben ist unsre Gottesvergessenheit

Alte Bücher sind immer für eine Überraschung gut. Das gilt besonders für die kleine, aber umfassende Schrift des wohl bedeutendsten Staatswissenschaftlers der Romantik und Konvertiten Adam Heinrich Müller (1779-1829). Neben seinen zumeist aus Vorträgen in glänzender Rhetorik hervorgegangenen Schriften (Hauptwerke: „Elemente der Staatskunst“, sprachästhetisch: „Zwölf Reden über die Beredsamkeit und ihren Verfall in Deutschland“) ist dieses knappere Werk leider nur wenig beachtet, obwohl es in größerer Klarheit und Ausgewogenheit nichts weniger als einen großen Wurf darstellt, dessen Aktualität von der ersten Seite an außer Frage steht. Weiterlesen

Eichendorff

Und der Lenz kommt über Nacht

Joseph von Eichendorff, Der Adel und die Revolution, in Ausgewählte Werke. Bd. 4. Hg. und mit einem Nachwort von Hans A. Neunzig, München 1987, 341-366

Wer in Deutschland in die Schule gegangen ist, kennt den schlesischen Dichter Eichendorff (1788-1857) wohl nur als Verfasser des „Taugenichts“, somit als Vertreter der hellen Seite der Romantik, von Wald, Witz und Gesang, vielleicht noch vom „Marmorbild“ und „Schläft ein Lied in allen Dingen“. Weiterlesen

Novalis

Es waren schöne, glänzende Zeiten, wo Europa ein christliches Land war…

Novalis, Die Christenheit oder Europa. Ein Fragment, in: Werke in zwei Bänden. Bd. 2, Köln 1996, 23-43

Schnell fertig ist man in aller Regel mit diesem utopischen, erzromantischen Essai Friedrich von Hardenbergs (1772-1801) von 1799: Mittelalterverklärung als Verweigerung gegen Aufklärung, Realismus und neue Zeit. Weiterlesen