Literarische Lektüren

Mir den Himmel wie eine große Bibliothek vorzustellen, aus dem Alter bin ich gerade heraus. Als Buchautor bin ich mir selbst allzu schmerzlich bewusst, wie weit entfernt alles Gedruckte von der Vollkommenheit des himmlischen Vaters entfernt ist. Und der simplex contuitus, die einfache Schau der Wahrheit voll Seligkeit, ist eben doch etwas ganz anderes als das seitenweise Anpirschen an die Wahrheit, ohne doch zuallermeist mehr zu erjagen als ein fernes Rascheln im Gebüsch. Weiterlesen

P. Basil Studer (1925-2008)

Irgendwann in der Mitte meiner Lizentiatszeit über die Gotteserkenntnis in den „Zwei Centurien“ des Maximus Confessor trat Professor Studer am Ende seiner Vorlesung auf mich zu: „Ich habe den Text gelesen. Wir müssen reden.“ Mit „wir“ meinte er natürlich hauptsächlich sich selbst, während mir die sehr benediktinische Rolle des „Höre die Stimme des Meisters!“ zugewiesen war. Weiterlesen

P. Karl-Josef Becker, Kardinal S.R.E. (1928-2015)

Sehen Sie, Herr Wollbold

Unser erstes Gespräch bestand aus einem Missverständnis und endete mit einem schlechten Gewissen. P. Becker war als deutscher Dogmatiker an der Gregoriana gleichzeitig Vertrauensdozent einer deutschen Studienstiftung, die so freundlich war, mein Studium zu finanzieren. So durfte ich in meinem ersten römischen Semester 1979 zu einem Antrittsbesuch in seinem Zimmer im Palazzo Frascara schräg gegenüber dem Hauptgebäude dieser ehrwürdigen Jesuitenhochschule erscheinen. Weiterlesen

P. Benedikt Hermesdorff (1923-2011)

(Quelle: http://kirchenmusik.trokirche.de/?p=1736)

„Von hinten ist man näher dran“, riet ein erfahrener Klosterbesucher und meinte damit die Teilnahme am Chorgebet, für die Benediktiner der Beuroner Kongregation wie hier in Tholey wahrhaftig ein heiliges Tun. Und Heiligkeit verlangt nach Distanz. So zog ich mich seit dem ersten Mal ganz nach hinten ins Kirchenschiff zurück, schon beinahe unter die Orgelempore, und ließ den Psalmengesang in der schnörkellosen gotischen Kirche hin und her hallen zwischen den beiden Seiten des Chorgestühls. Worte verstand ich kaum, dafür hörte ich den Atem der laus perennis, des unablässigen Lobes, dem diese kleine Kommunität ihr Leben geweiht hatte. Weiterlesen

Grüß Gott aus München!

Willkommen auf meiner Homepage!

Allen virtuellen Gästen die ganz reale Freude des auferstandenen Herrn zum Osterfest 2017!

* Zum Weltgebetstag um geistliche Berufe am 7. Mai 2017 ein dringender Aufruf: Wir müssen uns an der eigenen Nase packen, wenn das mit den Berufungen wieder etwas werden soll!

Zu Ostern gibt es das Osterrätsel mit einem einmalig plantschenden Gewinn!

* Und was wäre ein Osterrätsel ohne… die Osterbeichte? Und einem neuen Sinn für das österliche Sakrament, die Eucharistie?

* Immer lohnt auch ein Besuch auf der Seite des Lehrstuhls! Da finden sich auch die Newsletter der letzten Semester – und frisch auch der vom März 2017 (mit einem Schwerpunkt zum neuen Maximus Confessor-Band in den „Fontes christiani“).

* Ganz unten bei „Meta“ können sie übrigens einen Beitrags-Feed (RSS) abonnieren. Hört sich komplizierter an, als es ist. Damit setzen Sie ein Lesezeichen und sind stets über neue Beiträge informiert.

So, und jetzt ein gut bayerisches:

Pfiat di!

(übersetzt für Regionen jenseits des Weißwurst-Äquators: „Behüt‘ dich Gott!“)