Osterrätsel 2021

Gesucht ist dieses Mal etwas Liturgisches. Genauer gesagt ein Utensil für die Heilige Woche, die Karwoche. Über viele Jahrhunderte war es genau genommen das in dieser Heiligen Woche am häufigsten gebrauchte besondere Utensil. Was jedoch über viele Jahrhunderte Kernbestand einer der bedeutendsten nicht-eucharistischen Liturgien in dieser heiligen Zeit gewesen war, ist heute vielfach verschwunden. Auch diesen ganzen Gottesdienst trifft man nur noch ausnahmsweise an, zumindest in den meisten Gemeinden. Aber was nicht mehr ist, das kann ja wieder einmal werden. Lohnen würde es sich wirklich, nicht zuletzt weil das Utensil sich durchaus auch in der evangelischen Liturgie findet. So könnte man diese Feier sehr gut auch ökumenisch halten. Dadurch würde sich dann auch gar nicht erst die Frage nach der Interkommunion bei Eucharistie und Abendmahl stellen. Außerdem ist es wohl der einzige liturgische Anlass, bei dem man das hebräische Alphabet lernen kann – dies allerdings auf eine ziemlich klägliche Art. Weiterlesen

Weihnachtsrätsel 2020 – die Auflösung

Nun ist die Weihnachtsrätsel-Zeit vorbei, und es hat wieder viele Einsendungen mit der Lösung gegeben. Nicht alle waren richtig, und es hat sogar einen irrigen Vorschlag gegeben, der sich hartnäckig durch einige Einsendungen gehalten hat. Ob die gute Vernetzung nicht manchmal auch zum Schaden wird? Wie auch immer, die richtige Lösung lautet:

Papst Clemens VI. (Pierre Roger)

Der Papst in Avignon war 1290/91 im französischen Maumont, Corrèze, geboren. Bis heute leidet er darunter, dass er als Inbild eines dekadenten Papsttums in der „babylonischen Gefangenschaft der Kirche“ gilt, also als ein Nachfolger Petri, der nicht in Rom, sondern in Avignon residierte. Besonders die Schwarzmalerei durch den großen Dichter Petrarca, der eine Zeit lang selbst am Hof von Avignon gelebt hatte, hat ihm nachhaltig geschadet. So warf man ihm eine allzu opulente Hofhaltung vor, moralisch ein Doppelleben und in der Personalpolitik einen schamlosen Nepotismus, also die Besetzung führender Ämter mit Familienangehörigen. Nun war er gewiss kein Heiliger (wie wohl ohnehin die allzu vorhersehbare Heiligsprechung von Päpsten unserer Zeit vorbehalten ist), aber ebenso wenig ein Schandfleck auf dem Stuhl Petri. Weiterlesen

Sommerrätsel 2020 – die Auflösung

Das Sommerrätsel 2020 fragte nach dem Roman „La Pharisienne (Die Pharisäerin)“ von François Mauriac, dem zusammen mit Georges Bernanos bekanntesten Vertreter der literarischen und intellektuellen „Renouveau catholique“. Dieser Roman ist 1941 entstanden und gehört zu den bedeutendsten Werken dieses großen Schriftstellers, der in unserer Zeit sicher auch in deutschsprachigen Ländern eine Wiederentdeckung verdient hätte (vielleicht auch mit schlanken, griffigen neuen Übersetzungen!). Die gesuchte Priestergestalt ist

Abbé Calou. Weiterlesen

Sommerrätsel 2020

Sommerzeit – Gelegenheit, einmal wieder ein richtiges Buch in die Hand zu nehmen. Kein Kochbuch für die Corona-Küche in Home-Office-Zeiten, auch kein Lehrbuch für die nächste Prüfung, sondern ein Einfach-so-Buch. Was nicht unbedingt eine einfache Lektüre bedeutet, durchsichtige Effekte für den Kitzel der Sinne, die danach beim Zuklappen des Buches aber das schale Gefühl hinterlassen, Zeit vergeudet zu haben. Eine einfache Lektüre verspricht der Autor, der im Mittelpunkt des Sommerrätsels 2020 steht, nun allerdings wirklich nicht. Was nicht heißt, er könnte nicht spannend ein, Drama entfalten (am liebsten Psychodrama) und in Abgründe blicken lassen. Nein, die allerdunkelsten Winkel des Herzens sind sogar seine Spezialität. Weiterlesen

Osterrätsel 2020 – die Auflösung

Was’s schwer, war’s leicht? Das Jubiläumsrätsel, das Osterrätsel 2020, begab sich endlich auf das Feld der Bibel, und deutlich erkennbar war: Wer regelmäßig und aufmerksam die Heilige Schrift liest, hatte eindeutig die Nase vorn. Mit diesem Buch der Bücher in der Hand kann man sich allerdings noch an ganz andere Rätsel und Geheimnisse wagen als an das auf dieser Homepage. Sie führt uns in die letzten Geheimnisse Gottes und der Welt ein, und zwar nicht einfach, um sie zu knacken, sondern um in ihnen zu leben, um uns ihnen anzuvertrauen und darin ein neues Licht auf alles zu erhalten. Einfacher gesagt: Leser und Leserinnen mit gläubigen Augen gesucht! Doch genug der Vorrede, hier nun die Auflösung: Gesucht war der Vers auch Hiob 19,25:

Doch ich, ich weiß: Mein Erlöser lebt, /

als Letzter erhebt er sich über dem Staub. Weiterlesen